Die Ernährung der Katze

Besonderheiten in der Katzenernährung

Wenn Katzen hungern, besteht gerade bei übergewichtigen Tieren die Gefahr der Entwicklung einer hepatischen Lipidose, einer Form der akuten Leberverfettung. Deshalb sollte eine Katze nie länger als 12 Stunden hungern.

Wird Futter angewärmt bzw. warmes Wasser untergemischt, nimmt es die Katze oft lieber an. Es duftet aromatischer.

Ist nicht genug Protein in der Nahrung enthalten, baut die Katze körpereigenes Protein, also Muskelmasse, ab. Der Proteinbedarf von Katzen ist deshalb wesentlich höher, als der von Hunden.
Mäuse, andere kleine Tiere und Fleisch enthalten hochwertige Proteine, welche die Niere und den Stoffwechsel entlasten. Belastend für die Niere sind minderwertige Proteine sowie Getreide.

Fett ist notwendig, um Energie zu liefern und fettlösliche Vitamine aufzunehmen. Tierische Fette sind pflanzlichen vorzuziehen. Der Fettgehalt der Nahrung sollte durchschnittlich bei 10% liegen.

Die natürliche Nahrung der Katze enthält nur sehr wenig Kohlenhydrate. 3 – 5% pflanzliches Material findet sich im Magen- Darm- Bereich der Beutetiere.

Getreide ist ungeeignet. Es gibt viele Unverträglichkeiten und es liefert unerwünschte „leere Kalorien“ (Stärke).

Fettlösliche Vitamine (ADEK) dürfen nicht überdosiert werden, da sie im Körper gespeichert werden. Da wasserlösliche Vitamine nicht gespeichert werden können, müssen sie zugeführt werden, um einen Mangel zu vermeiden.

Die Katze ist ein Wüstentier. Enthält ihre Nahrung 70% Feuchtigkeit, braucht sie nur wenig zusätzliches Wasser. Durch diese Entwicklung zeigt die Katze kein ausgeprägtes Durstgefühl. Daher kann Austrocknung drohen, wenn die Nahrung nicht genügend Flüssigkeit enthält.
Um den Flüssigkeitsmangel zu kompensieren, wird der Harn stärker konzentriert. Die Blase wird seltener entleert, die Bildung von Harnsteinen begünstigt.

Vielen Katzen fehlt das Enzym Lactase, sodass sie mit Durchfall auf den Verzehr von Milch reagieren.

Rohe Knochen sind elastisch und splittern nicht. Knochen werden spröde und splittern, wenn sie gekocht werden. Dann sind sie gefährlich für Hund und Katze.

Trockenfutter reinigt nicht die Zähne. Stärkereste ergeben einen klebrigen Belag auf den Zähnen. Auch sind die Futterbröckchen oft viel zu klein, um richtig gekaut zu werden.